Warum ein physisches Model nicht immer nötig ist
Mit einem physischen Model zu fotografieren ist ein starker Ansatz, aber nicht für jede Marke immer nachhaltig. Ein Shooting-Tag verursacht viele Kostenpunkte, darunter Planung, Model, Styling, Location, Crew und Retusche. Hinzu kommt, dass der Prozess umso aufwendiger wird, je mehr SKUs du hast. Genau deshalb greifen besonders wachsende Marken auf alternative Produktionssysteme zurück.
Hier kommt das Fotografieren von Produkten ohne Model ins Spiel. Dank Methoden wie der flachen Produktfotografie, dem Ghost Mannequin und virtuellen Models lassen sich Produkte professionell und passend zu unterschiedlichen Anforderungen präsentieren. Was wirklich zählt, ist zu wissen, welche Methode man für welche Art von Content einsetzt.
Der Unterschied zwischen Flat Lays, Ghost Mannequins und virtuellen Models
Flat Lay ist die schnellste und neutralste Methode. Sie zeigt das Produkt schlicht auf einem Tisch oder einer Oberfläche. Das Ghost Mannequin vermittelt die innere Form und die Silhouette des Produkts besser. Ein virtuelles Model hingegen zeigt das Produkt an einer echten Person und erzeugt ein Gefühl dafür, wie es getragen wird. Diese drei Methoden lösen nicht dasselbe Problem; sie dienen unterschiedlichen Bedürfnissen.
Bei einem detailorientierten Katalog-Shooting kann zum Beispiel ein Flat Lay genügen. Wenn du eine Silhouette brauchst, sticht das Ghost Mannequin hervor. Wenn du eine attraktivere modellbasierte Szene für Werbung und Kategorieseiten brauchst, kommt das virtuelle Model ins Spiel. Erfolgreiche Marken nutzen diese Optionen kombiniert.
Welche Methode ist für welche Marke effizienter?
Für Marken, die hauptsächlich über Marktplätze verkaufen und ein breites Produktsortiment führen, können Ghost Mannequin und saubere Produktfotografie ein guter Ausgangspunkt sein. Marken, die auf ihrer eigenen E-Commerce-Seite, in der Werbung und in den sozialen Medien stärker präsent sein wollen, können mit einem Ansatz über virtuelle Models einen Unterschied machen. Für kleine Teams liegt der Schlüssel darin, mit dem geringsten operativen Aufwand die größtmögliche Content-Vielfalt zu produzieren.
Deshalb ist es besser, statt nach einer einzigen „besten Methode” zu suchen, anhand von Produkttyp und Verkaufskanal zu entscheiden. Ein Oversize-Sweatshirt und ein Couture-Kleid oder ein Basic-T-Shirt und eine strukturierte Jacke werden vielleicht nicht am besten über dasselbe Content-System präsentiert.
Tipps, um die Qualität in der modellfreien Fotografie zu wahren
Egal welche Methode du verwendest, das eingesetzte Produktfoto muss sauber und ordentlich sein. Falten, falsche Farben, schiefe Winkel und Aufnahmefehler, die die Form verzerren, wirken sich negativ auf die späteren Schritte aus. Die Schulterlinie des Produkts, die Ärmellänge, die Nähte und die Gesamtsilhouette sollten richtig aussehen.
Außerdem solltest du unterschiedliche Bildtypen für unterschiedliche Anwendungsfälle planen. Versuche nicht, Produktseite, Kategorie-Banner, Werbung und Social Media mit einer einzigen Aufnahme zu lösen. In der modellfreien Fotografie kommt die wahre Stärke aus der kontrollierten Produktion von Variationen.
Quellen